Bericht Waldumgang 2021

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Waldumgang 2015

Als man sich am Samstag 19. September um 13.30 Uhr beim Werkhof Suhret traf, wurde man von Gemeinderätin Carmen Suter, Präsidentin der Forstbetriebskommission, Förster Werner Lutz und Herr Peter Müller, Präsident OB Buchs begrüsst.
Danach führte Werner Lutz die 120 Besucher entlang dem Friedhofweg zum ersten Posten:

Erfolg der Waldarbeitstage
Heinz Schär (Forstwart) zeigte als Beispiel eine Fläche, welche 1999 stark vom Sturm Lothar und in der Folge vom Borkenkäfer geschädigt wurde. 2006 wurde auf dieser Fläche im Rahmen eines Waldarbeitstages mit Hilfe der Bevölkerung wieder aufgeforstet und rund 1000 Pflanzen gesetzt. Heute ist der Erfolg dieser Arbeit in Form eines jungen Waldbestandes gut zu sehen.


Ein warmer Sommer bringt viele Käfer
Kaum war Heinz Schär mit seinem Referat fertig, dröhnten Motorsägen aus dem Wald. Dieses Jahr ist der Borkenkäfer aufgrund des warmen Wetters ein grosses Thema. Als die Besucher ihren Marsch fortsetzten, sahen sie Ausbildner Michael Müller und Lehrling Jonathan Meier am Entasten eines „Käferbaums“. Mike Gautschi auf dem Forst-Traktor zog die Stämme aus dem Wald heraus. Weiter hinten konnte man bereits zwei dürre Kronenspitzen erkennen welche den nächsten Posten zu erkennen gaben. Forstwartin Kyra Stolp ergriff das Wort und erklärte, was es mit den Borkenkäfern auf sich hat. Auf einem Tisch standen zwei Bechergläser und verschiedene Rindenstücke mit „Frassbildern“ des Borkenkäfers.  Es gibt ca. 94 verschiedene Borkenkäfer Arten. Borkenkäfer befallen hauptsächlich geschwächte Bäume, in diesem warmen Sommer belastete die anhaltende Trockenheit die Bäume. In unserem Gebiet sind vor allem der Kupferstecher und der Buchdrucker verbreitet und befallen die Fichten. Förster Werner Lutz fügte zum Schluss hinzu, dass es schwierig sei, alle betroffenen Bäume zu finden. Dadurch ist die Vermehrung des Käfers noch schwieriger aufzuhalten.

Der Holzpreis
Am nächsten Posten war das Thema die Holzernte. Daniel Müller, Mitarbeiter eines Forstunternehmers, demonstrierte den Besuchern die maschinelle Holzernte.
Mit dem Harvester (Vollernter) kann er einen Baum fällen, entasten und zugleich zurechtschneiden. Werner Lutz sagte, dass man wegen des schlechten Holzpreises ständig die jeweils effizienteste Holzernte-Methode anwenden will. Ausserdem erklärte er den Besuchern, was die verschiedenen Baummarkierungen auf sich haben. Zum Beispiel zeigt ein mit einem blauen Querstrich gekennzeichneter Baum eine „Rückegasse“ resp. ein Fahrweg für motorisierte Fahrzeuge an. Ein Besucher stellte die Frage, warum man überhaupt noch von Hand holzen soll? Werner Lutz antwortete, dass die Maschine nur kleinere Durchmesser (bis max. 80cm) fällen kann. Da es in unserem Wald sehr viele Bäume mit grossem Durchmesser gibt, sind die Forstwarte ein sehr wichtiger Bestandteil der Holzernte.

Zurück im Werkhof
Hier wurden die Besucher in zwei Gruppen aufgeteilt. Werner Lutz zeigte der einen Gruppe den Stand der Umbauarbeiten am Werkhof Suhret. Adriana Stöckling stellte der zweiten Gruppe den Waldknigge und unsere neu erstellte Homepage vor, auf welcher man übrigens auch Brennholz bestellen kann.

Zum Abschluss wurden alle Besucher auf ein von den Ortsbürgern Buchs offerierten Zvieri mit Dessert eingeladen. Für die Kinder gab es einen Basteltisch, betreut von Kyra Stolp. Für die Grossen waren zwei Nagelstöcke bereitgestellt.

Das Team der Forstverwaltung hat sich sehr über die grosse Zahl von Besuchern gefreut und bedankt sich herzlich für das Interesse am Waldumgang 2015.

 Verfasst von Jonathan Meier (Forstwart-Lernender)

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